Der Gottesbegriff ist nicht allein – und vielleicht nicht einmal primär – der Gegenstand einer religionsgebundenen Theologie, sondern der Philosophie, für die Gott ein Begriff der Vernunft ist. Jedenfalls spielt der Gottesbegriff in der Geschichte der Philosophie von jeher eine zentrale Rolle. So fragt etwa die klassische Metaphysik nach einem höchsten Prinzip, das aller Wirklichkeit zugrunde liegt und thematisiert „Gott“ als einen Sinnbegriff der menschlichen Vernunft. In diesem Zusammenhang entwickelte die Metaphysik in immer neuen Anläufen sog. Gottesbeweise, die versuchen, die Existenz Gottes mit Hilfe der Vernunft zu beweisen. Die Vorlesung wird zunächst die Vorgaben der antiken und mittelalterlichen Philosophie rekonstruieren, um sich dann schwerpunktmäßig den neuzeitlichen Traditionen der philosophischen Gotteslehre zuzuwenden. Den Abschluss bilden Ansätze, wie sie gegenwärtig diskutiert wird.
Die Vorlesung wendet sich an Studierende der Theologien als auch der Philosophie, aber darüber hinaus an alle, die an Fragen nach dem Verhältnis von Vernunft und Glaube interessiert sind.
Literaturhinweise erfolgen zu Beginn der Vorlesung. Quellentexte werden im Moodle-Kurs zur Verfügung gestellt.
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