Die Gödelschen Unvollständigkeitssätze werden typischerweise für arithmetische Theorien formuliert und nachgewiesen. Dabei muß viel an prima facie mengentheoretischem Vokabular (der Metasprache) arithmetisch kodiert werden – so daß es sich eigentlich anbietet, die Unvollständigkeitssätze direkt für Theorien zu zeigen, die in einer mengentheoretischen Objektsprache L formuliert sind. In L fehlen allerdings normalerweise die Numerale; und welche Ausdrücke deren Rolle übernehmen sollen, wenn man L z.B. über dem Mengenuniversum auswerten will, ist nicht klar.
Mir sind zwei Monographien bekannt, in denen es um eine Ausführung des oben Angedeuteten geht: Fitting, Incompleteness in the Land of Sets, und Świerczkowski, Finite sets and Gödel's incompleteness theorems. In diesem Seminar sollen Teile aus diesen Texten gemeinsam erarbeitet werden.
Die Veranstaltung wurde 19 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2025/26 gefunden: