Die Frage, unter welchen Bedingungen sozialer Aufstieg gelingen kann, berührt das normative Fundament liberaler Gesellschaften. Forschung zu intergenerationaler sozialer Mobilität untersucht die soziale Durchlässigkeit gesellschaftlicher Strukturen in verschiedenen Bereichen – von Bildungschancen über berufliches Prestige bis hin zum sozialen Status.
Ziel dieses Seminars ist es, einen umfassenden Einblick in die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit intergenerationaler sozialer Mobilität zu ermöglichen. Der erste Teil des Kurses widmet sich den normativen Grundlagen der Chancengleichheit und deren gesellschaftlichen Implikationen. Anschließend werden empirische Befunde zur sozialen Mobilität über Generationen untersucht. Im Mittelpunkt stehen intergenerationale Ungleichheiten im schulischen Übergang, beim Zugang zu höherer Bildung, auf dem Arbeitsmarkt sowie im Verlauf beruflicher Karrieren. Darüber hinaus werden weitere zentrale Fragen diskutiert: Welche Rolle spielt der Wohlfahrtsstaat für soziale Mobilität? Wie prägen sich soziale Auf- und Abstiege über den Lebensverlauf aus?
Dieses Seminar richtet sich an Studierende, die ihre Kenntnisse im Bereich sozialer Ungleichheit vertiefen möchten. Die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit philosophischen Grundlagentexten sowie Interesse an der Diskussion empirischer und insbesondere quantitativer Studien wird vorausgesetzt.
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