Ein Spezifikum des evangelischen Gottesdienstes ist es, dass die Gemeinde darin Lieder singt. Zur Jahreswende 1523/24 erschien das erste deutsche evangelische Gesangbuch, das ganze acht Lieder umfasste. Seitdem sind zahlreiche Liedersammlungen herausgekommen, kirchliche und private, für große und für kleine Gruppen berechnet, Denkmäler der Frömmigkeit und Mentalität ihrer Zeit, aber zugleich auch selbst von prägendem Einfluss auf Frömmigkeit und Mentalität.
Wir wollen einen Überblick über die Entwicklung besonders der deutsch-evangelischen Gesangbücher durch die Jahrhunderte geben, aber auch ausgewählte Lieder der verschiedenen Epochen genauer betrachten: Was ist ihre Form, was ist ihre Botschaft? Welcher Geist spricht durch die Zeiten aus ihnen zu uns?
Die Texte werden über moodle bereitgestellt.
Sekundärliteratur: Christoph Albrecht: Einführung in die Hymnologie, 4. Aufl., Göttingen 1995; Karl Christian Thust: Die Lieder des Evangelischen Gesangbuchs. Kommentar zu Entstehung, Text und Musik, Band 1–2, Kassel: Bärenreiter 2012–15; Andreas Marti: Kirchenlied und Gesangbuch, Göttingen 2020; Johannes Schilling und Brinja Bauer: Singet dem Herrn ein neues Lied. 500 Jahre evangelisches Gesangbuch, 2. Aufl., Leipzig 2024
Die Veranstaltung wurde 7 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2025/26 gefunden: