AGNES -
Lehre und Prüfung online
Studierende in Vorlesung
Anmelden
Im Zeitraum vom 27.04. - 04.05.2026 erfolgt eine Datenmigration der Studierendendaten und die Inbetriebnahme der STU-Funktionen von HISinOne. In diesem Zeitraum stehen HISinOne, AGNES sowie die HIS-GX-Systeme nicht zur Verfügung. Die Prüfungsbüros haben in diesem Zeitraum ebenfalls keinen Zugriff auf Studierenden- sowie Leistungsdaten und können daher keine Leistungsübersichten ausstellen bzw. nur eingeschränkt Auskünfte erteilen.
Bitte beachten Sie auch die   Störungsseite des CMS.

Was ist - unsichtbare - Arbeit? Erweiterte Arbeitskonzepte der Geschlechterforschung - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 53198
Semester SoSe 2026 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Abmeldefrist    01.02.2026 - 30.09.2026    aktuell
Zentrale Nachfrist    13.04.2026 - 16.04.2026   
Zentrale Frist    01.02.2026 - 08.04.2026   
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Mo. 16:00 bis 18:00 wöch 005 (Seminarraum)
Stockwerk: EG


alttext alttext
Institutsgebäude - Universitätsstraße 3b (UNI 3)

Außenbereich nutzbar Innenbereich eingeschränkt nutzbar Parkplatz vorhanden Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
Wimbauer findet statt     17
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Wimbauer, Christine , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Sozialwissenschaften Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Programmstud.-o.Abl.MA  Sozialwissenschaften Programm ( POVersion: 1999 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften
Inhalt
Kommentar

Wer Arbeit auf Erwerbsarbeit beschränkt, verliert – wie die geschlechtersoziologische Arbeitsforschung und u.a. die Social Reproduction Theory hervorhebt – eine ganze Reihe an gesellschaftlich notwendigen, weiblich konnotierten und auch rassifizierten Tätigkeiten der sozialen Reproduktion aus dem Blick. Gleiches gilt für die Funktionen dieser Tätigkeiten für die kapitalistische Vergesellschaftung. Wie im Laufe des Seminars deutlich wird, hat diese Grundannahme feministischer Arbeitsforschung aus den 1970er Jahren bis heute nicht an Brisanz verloren.

In dem Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit den Grundlagen des Arbeitsbegriffs, was uns u.a zum Verhältnis von Arbeit und Liebe führen wird. In einem weiteren Schritt stehen Geschlechterverhältnisse und u.a. die doppelte und widersprüchliche Vergesellschaftung der Genusgruppe „Frauen“ im Zentrum. Wir betrachten weiter verschiedene Arbeitsfelder (Hausarbeit, Sorgearbeit, Erwerbsarbeit) und verschiedene gesellschaftliche Ebenen, die für Arbeit relevant sind (Wohlfahrtsstaat, Arbeitsorganisationen, Familie).

Aufbauend auf diesen Grundlagen setzen wir uns mit ausgewählten neueren Arbeitsbegriffen auseinander, in denen das frühe feministische Plädoyer einer Erweiterung des Arbeitsbegriffs aufgegriffen und anhand verschiedener Felder ausgearbeitet wird. Wir diskutieren zum Beispiel die Gefühlsarbeit von Stewardessen, die affektive Arbeit von Hausarbeiterinnen und die ‚body care‘-Arbeit von Leihmüttern oder fassen Gebären als Arbeit. Schließlich diskutieren wir, ob auch z.B. das Gesundheitshandeln von chronisch Erkrankten oder das Normalisierungshandeln von LGBTQ+-Familien als „Arbeit“ gefasst werden kann. Abschließend ziehen wir ein Resümee: Wofür sind diese Arbeitsbegriffe hilfreich? Wo gerät der Arbeitsbegriff womöglich an seine Grenzen?

Literatur
  • Wimbauer, Christine und Mona Motakef (2020): Prekäre Arbeit, prekäre Liebe. Über Anerkennung und unsichere Lebensverhältnisse. Frankfurt/New York: Cam¬pus. https://www.campus.de/e-books/wissenschaft/soziologie/prekaere_arbeit_prekaere_liebe-16170.html
  • Carstensen, Tanja/Klein, Isabel (2020): Unsichtbare Arbeit: Geschlechtersoziologische Perspektiven auf Verfestigungen und Neuverhandlungen von Ungleichheiten am Beispiel von Digitalisierung, körpernahen Dienstleistungen und der Corona-Pandemie. In: AIS-Studien, 13(2), 61-77. https://doi.org/10.21241/ssoar.70988
  • Duden, Barbara; Gisela Bock (1977): Arbeit aus Liebe – Liebe als Arbeit: zur Entstehung der Hausarbeit im Kapitalismus. In: Frauen und Wissenschaft. Beiträge zur Berliner Sommeruniversität für Frauen Juli 1976, Berlin: S. 118-155.
  • Krebs, Angelika (2002): Arbeit und Liebe. Die philosophischen Grundlagen sozialer Gerechtigkeit. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.
  • Hochschild, Arlie (2006): Das gekaufte Herz. Die Kommerzialisierung der Gefühle. Frankfurt a.M./ New York: Campus.
  • Teschlade, Julia, Mona Motakef und Christine Wimbauer (2023): Discrimination and normalization as an effortful social practice: An analysis of LGBTQ+ families in Germany. In: Sexualities, Online First. Open Access

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin