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Projektseminar PSE Teil 1: Long Covid im vergeschlechtlichten Lebens- (und Paar-)Zusammenhang - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Projektseminar Veranstaltungsnummer 53112
Semester SoSe 2026 SWS 4
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Abmeldefrist    01.02.2026 - 30.09.2026    aktuell
Zentrale Nachfrist    13.04.2026 - 16.04.2026   
Zentrale Frist    01.02.2026 - 08.04.2026   
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Do. 12:00 bis 16:00 wöch 005 (Seminarraum)
Stockwerk: EG


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Institutsgebäude - Universitätsstraße 3b (UNI 3)

Außenbereich nutzbar Innenbereich eingeschränkt nutzbar Parkplatz vorhanden Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     13
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Wimbauer, Christine , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Sozialwissenschaften Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   20  -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften
Inhalt
Kommentar

Die Corona-Pandemie hatte weitreichende soziale Folgen in nahezu allen Lebensbereichen, vom Gesundheitssystem über das Erwerbs- und Wirtschaftssystem bis hin zu Familien, Geschlechterverhältnissen und den Einzelnen. Bisher erhalten die gesundheitlichen Auswirkungen und Langzeitfolgen einer Infektion mit SARS-CoV-2 für die Betroffenen kaum Aufmerksamkeit. 3-7 % der mit Corona Infizierten leiden unter Post-/Long COVID-Symptomen (PC/LCS). Die sozialen Auswirkungen dieser oft langfristigen Komplikationen auf Gesellschaft, Wirtschaft, Sozialversicherungs- und Gesundheitssystem sind von erheblicher gesamtgesellschaftlicher Bedeutung (Al-Aly et al. 2024).

Im Zentrum des zweisemestrigen Projektseminars steht die chronische Erkrankung Long COVID, die häufig Frauen betrifft. Zugleich werden die Symptome oft als „psychisch“ oder „eingebildet“ abgetan, besonders bei weiblichen Erkrankten. Wir fragen, wie sich die Erkrankung im vergeschlechtlichten Lebenszusammenhang (Wimbauer/Motakef 2020) der Betroffenen niederschlägt. Insbesondere steht im Fokus, auf welche Hürden die Erkrankten im gesamten Lebenszusammenhang stoßen, also etwa in der Erwerbssphäre, in der Familie und Paarbeziehung, im Nahfeld, hinsichtlich Anerkennung, sozialer Teilhabe, finanzieller Situation, Wohnen u.a.m. (Kufner 2025). Ein weiterer und damit in Zusammenhang stehender Schwerpunkt ist, welche unsichtbare (Mehr-)Arbeit die Erkrankten und ihre Familien leisten (müssen) – etwa als Krankheitsarbeit, als Alltagsarbeit, Sorgearbeit, biographische Arbeit u.a.m. – und ob sie dafür intersubjektive und soziale Anerkennung finden oder nicht (ebd.). Auch die Beantragung einer Erwerbsminderungsrente über die Rentenversicherung ist langwierig und schwierig. Auf welche Hürden stoßen die Erkrankten in den Verfahren, in der Arbeitsstätte, im medizinischen und sozialversicherungsrechtlichen Begutachtungsprozess, in den Familien? Gibt es Geschlechterunterschiede? Wie gehen die Erkrankten, oft sorgeleistende Frauen, mit doppelten Sorgelücken in ihren Familien um (Jahn et al. 2024)? Das Projektseminar ist eingebunden in ein größeres Forschungsprojekt zu Long Covid und Geschlecht.

Wir beschäftigen uns mit diesen Fragen aus subjektorientierter, prekarisierungstheoretischer Perspektive auf Geschlecht, Gesundheit, Ungleichheit und Prekarisierung im Lebenszusammenhang (Wimbauer/Motakef 2020). Im SoSe 26 arbeiten wir uns in die theoretischen Konzepte ein und verschaffen uns einen Überblick über den Forschungsstand. Außerdem entwickeln die Studierenden im Seminar Fragestellungen und Forschungsdesigns für ihre eigenen empirischen Studien. Diese werden planmäßig in Gruppen durchgeführt. Im WS 26/27 steht die Durchführung und Auswertung der eigenen Projekte im Mittelpunkt.
Das Projektseminar erfordert unabdingbar inhaltliches Interesse an sowie Kenntnisse bzgl. Geschlechterfragen und qualitativen Methoden, hohes und zuverlässiges Engagement und die eigenständige Durchführung eines Forschungsprojektes (in AGs). Der Zeitaufwand für qualitatives Forschen ist hoch. Regelmäßige Teilnahme und aktive Beteiligung sind Grundvoraussetzung.

Triggerwarnung: Im Seminar werden chronische Erkrankungen behandelt. Dabei können möglicherweise Themen wie schwere Krankheitsverläufe, Einschränkungen im Alltag, psychosoziale Belastungen und Todesfälle zur Sprache kommen. Teilnehmende werden gebeten, sich dieser möglichen Belastungen bewusst zu sein und bei Bedarf angemessen auf ihr Wohlbefinden zu achten.

Literatur

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin