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Fundus und Unauffindbares. Medienarchäologisches Sammeln in globaler Perspektive - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart ÜWP-Modul Veranstaltungsnummer Ü53501
Semester SoSe 2026 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Abmeldefrist    01.02.2026 - 30.09.2026    aktuell
ÜWP: Zentrale Frist    01.02.2026 - 03.05.2026   
Beschreibung :
Falls Sie in den Belegungsinformationen zu dieser Lehrveranstaltung (Meine Veranstaltungen) ab dem 11.04.2026 noch den Status "AN" bzw. "angemeldet" sehen, dann wurden Sie auf einer Nachrückerliste vorgemerkt, da die vorgesehene Platzzahl bereits erreicht ist.

Die Anmeldung ist grundsätzlich bis zum 30.4.2026 möglich. Eine Vergabe der frei gewordenen Plätze wird bis dahin wöchentlich erfolgen.
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Di. 18:00 bis 20:00 wöch 3075 (Hörsaal)
Stockwerk: 2. OG


Universitäts-Hauptgebäude - Unter den Linden 6 (UL 6)

Außenbereich eingeschränkt nutzbar Innenbereich eingeschränkt nutzbar Parkplatz vorhanden Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     30
Gruppe 1:


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Kassung, Christian , Prof. Dr. phil. verantwortlich
Tkaczyk, Viktoria, Professorin, Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Medienwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2019 )   -  
Bachelor of Arts  Medienwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2024 )   -  
Bachelor of Science  Medienwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2024 )   -  
Master of Arts  Medienwissenschaft Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2019 )   -  
Master of Arts  Medienwissenschaft Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2024 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft, Medien und Wissen
Inhalt
Kommentar

Mediengeschichte manifestiert sich in Artefakten. Mit diesen dinglichen Überresten befasst sich die Medienarchäologie: sammelnd, kontextualisierend, interpretierend und kritisierend. Einerseits geht es dabei um Genealogien, also die Freilegung von Verbindungslinien und Brüchen zwischen diachronen Medientechnologien und medialen Praktiken. Andererseits richtet sich der medienarchäologische Blick auf die Artefakte selbst – ihre materielle Beschaffenheit, ihre technische Funktionsweise sowie die spezifischen Medienlogiken, die sich unter anderem aus dem Experimentieren mit und dem haptischen Begreifen der Artefakte ergeben.

Dieser doppelten Perspektive folgt der medienarchäologische Fundus der Humboldt-Universität zu Berlin seit nunmehr zwei Jahrzehnten und hat damit internationale Aufmerksamkeit erlangt. Die Lehr- und Forschungssammlung am Kupfergraben 5 umfasst rund 400 Objekte, vorwiegend Medien der europäischen Moderne. Vor dem Hintergrund neuer Ansätze in Medien- und Kulturwissenschaft ergeben sich nun auch neue Fragestellungen an den Fundus: Wie lässt sich die Sammlung globalhistorisch erweitern und zugleich kritisch reflektieren? Lassen sich beispielsweise aktuelle Methoden der Provenienzforschung sowie Strategien des „Undoing“ von Sammlungen integrieren – insbesondere im Umgang mit Artefakten aus politisch problematischen Kontexten? Aus welchen Materialien bestehen die Artefakte und unter welchen ökologischen und arbeitsrechtlichen Bedingungen wurden sie hergestellt? In welcher Weise können Sammlungspraxis und spekulative Historiografie miteinander verschränkt werden, um bisher nicht berücksichtigte oder unauffindbare Artefakte einzubeziehen? Welche Nutzungsszenarien eröffnen sich aus Perspektiven der Gender Studies, der Race Studies oder der Disability Studies? Und wie kann eine medienarchäologische Sammlung auf gegenwärtige Verschiebungen innerhalb der Medien- und Kulturwissenschaft reagieren – weg von der Analyse einzelner Medien wie Grammophon, Film oder Schreibmaschine, hin zu global vernetzten Medieninfrastrukturen, planetaren Cloud- und Plattformökonomien sowie modellbasierter KI-Technologie.

Diesen Fragen widmen sich Medien- und Kulturwissenschaftler:innen im Rahmen einer Ringvorlesung. 

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 6 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin