Das Seminar beschäftigt sich mit Disfluencies (z.B. Füllpartikeln, Pausen, Wiederholungen) als funktionalen Bestandteilen natürlicher spontansprachlicher Kommunikation. Anhand gebrauchslinguistischer, psycholinguistischer, gesprächsanalytischer und korpuslinguistischer Ansätze wird die rezente Forschung zum funktionalen und grammatischen Status von Disfluencies sowie ihrer Terminologie diskutiert. Nach der Rezeption dieser für das Verständnis ihrer Produktion und Perzeption notwendigen theoretischen Zugängen werden wir im Seminar eigene Forschungsfragen stellen und anhand spontansprachlicher Korpora auswerten. Der empirische Zugang und das methodische Instrumentarium werden die Studierenden dazu befähigen, eigene Analysen durchzuführen und im Seminar vorzustellen. Notwendige Tools sind Praat und RStudio. Mögliche Forschungsfragen sind: Welche Disfluency-Profile zeigen Sprecher:innen? Sind diese situativ unterschiedlich oder konstant? Welche Beziehungen bestehen zwischen der Über- und Unterverwendung bestimmter Phänomene? Welche linguistisch-kontextuellen Abhängigkeiten spielen eine Rolle?
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