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Speichern, Aufnehmen, Abklatschen: Medienpraktiken der Big Humanities - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 53526
Semester SoSe 2026 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Frist    01.02.2026 - 08.04.2026   
Zentrale Abmeldefrist    01.02.2026 - 30.09.2026    aktuell
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Do. 10:00 bis 12:00 wöch 0.09 (Seminarraum)
Stockwerk: EG


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Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     30
Gruppe 1:


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Pielenhofer, Annca Erin verantwortlich
Schüßler, Lotte Marie verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Medienwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2019 )   -  
Bachelor of Arts  Medienwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2024 )   -  
Bachelor of Science  Medienwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2024 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft, Medien und Wissen
Inhalt
Kommentar

Im 19. Jahrhundert entstand eine Art des medialen wissenschaftlichen Arbeitens, die bis heute als prestigeträchtig gilt: groß angelegte, kollaborative und umfangreich finanzierte geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte, die auf eine enorme Produktion verschiedenartiger Medien setzten. Auf Glasplatten, Wachswalzen, Gips, Stein und Papieren versuchte man, Wissen zu sammeln, zu ordnen und dauerhaft zu speichern – mit dem Anspruch, es für zukünftige Generationen zugänglich zu machen. Diese Medienpraktiken waren jedoch nicht neutral: Sie standen oft im Zeichen nationaler Konkurrenz, gingen mit intellektueller Ausbeutung einher und verbrauchten erhebliche materielle und ökologische Ressourcen.

Das Seminar widmet sich den sogenannten Big Humanities von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis hinein in unsere Gegenwart. Anhand unterschiedlicher historischer und zeitgenössischer Medienbeispiele diskutieren wir kritisch die materiellen, institutionellen und politischen Bedingungen geisteswissenschaftlicher Wissensproduktion. Wir untersuchen, wie Medienpraktiken Wissen nicht nur speichern, sondern aktiv formen, hierarchisieren und politisieren. Dabei soll es auch darum gehen, diejenigen Medienpraktiken kritisch zu diskutieren, die heute noch unser eigenes geistes- und medienwissenschaftliches Arbeiten mitbestimmen – die scheinbare Selbstverständlichkeit wissenschaftlicher Medien also neu zu hinterfragen.

Exkursionen sind vorgesehen. Zugleich vermittelt das Seminar grundlegende Methoden des medienhistorischen Arbeitens.

Prüfung

MAP: Hausarbeit, mündliche Prüfung am Mittwoch, 15. Juli 2026, und Donnerstag, 16. Juli 2026

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin