Klimczak: „Beziehung statt Erziehung im Englischunterricht“
Gute Beziehungen sind die Basis für Erfolg und Freude beim Sprachen lernen. Deshalb geht es in diesem Seminar darum, wie man als Lehrkraft eine Beziehung zu den Lernenden aufbaut und pflegt. Eine wichtige Rolle spielen dabei eine wertschätzende Kommunikation, empathisches Zuhören und die Orientierung an den Bedürfnissen der Lernenden. Wenn beide, die Lehrkraft und die Lernenden, ihrer persönlichen Verantwortung gerecht werden, öffnet sich die Tür zu Lernbereitschaft und Gleichwürdigkeit als Voraussetzung einer menschenwürdigen Pädagogik.
So ist in diesem Seminar die Beziehungskompetenz Ziel und Weg zugleich. Die Beziehungskompetenz von Lehrkräften stärkt und erweitert nämlich die soziale Kompetenz von Kindern nachhaltig. Sie ermöglicht ein respektvolles und menschenwürdiges Miteinander, wo die Grundbedürfnisse - wie der Wunsch nach Zugehörigkeit, Selbstverwirklichung und Anerkennung - im Mittelpunkt stehen. Denn angesichts der lokalen und auch globalen Veränderungen kommen auf die Schule der Gegenwart höhere Anforderungen zu als nur die bloße Wissensvermittlung und Berufsvorbereitung. Vielmehr als bisher muss das Augenmerk auf Einstellungen, Haltungen und Verhaltensweisen liegen, um Belastungen standzuhalten und Möglichkeiten der Entlastungen zu finden. Englischunterricht muss daher viel stärker bindungsorientiert als disziplinarisch ausgerichtet sein.
Klimczak: „Leistungsbewertung im Englischunterricht“
Leistungsbewertung im Unterricht ist immer ein Balanceakt zwischen Sachnorm sowie sozialer und individueller Bezugsnorm. Leistungsbewertung wehrt sich stets gegen den Vorwurf der Subjektivität und Ungerechtigkeit und strebt nach Vergleichbarkeit, Transparenz und Fairness. Aber wie stellt man das als Lehrkraft im kommunikativen Fremdsprachenunterricht an? Wie wird man den unterschiedlichen Lernenden bei der Beurteilung ihrer Leistungen gerecht? Welche Umsetzungsmöglichkeiten gibt es, dem Streben nach differenzierenden und individualisierenden Lernarrangements im Englischunterricht auch bei der Bewertung von mündlichen und schriftlichen Schüler*innenleistungen Rechnung zu tragen? Diese und andere Fragen werden im Seminar vor der Grundlage der fachdidaktischen Theoriebildung mit Blick auf die Unterrichtspraxis diskutiert.
Kos: Teaching through tasks
This course introduces students to the principles, methods, and techniques of Task-Based Language Teaching (TBLT), an approach that has gained significant interest worldwide. It offers an opportunity to explore a pedagogical framework that links all aspects of second language teaching and learning. Students will understand the theoretical foundations of TBLT while learning how to design and implement tasks that promote meaningful interaction and support learning. Throughout the course, we will examine how tasks relate to individual learner variables, how teachers can shape and guide task-based learning, and how classroom practices either reflect or challenge research claims. By engaging with tasks, classroom data, and reflective activities, students will develop the ability to evaluate TBLT critically and consider how its principles can be adapted to their own teaching contexts.
Fleige: „Aktives Lernen fördern – freudvollen Unterricht gestalten“
Unterricht ist immer dann besonders nachhaltig, wenn jede:r Freude beim Lernen hat, die Schüler:innen aktiviert sind und die effektive Lernzeit möglichst hoch ist. Wie aber können Lehrpersonen so einen Unterricht, auch langfristig, planen und welche Entscheidungen müssen sie dafür grundsätzlich treffen?
In diesem Sinne werden im Seminar verschiedene Bereiche der Unterrichtsplanung so konkret wie möglich mit den Teilnehmern:innen durchdacht:
- Wie entscheide ich mich für Unterrichtsmaterial und wie bereite ich es auf, sodass es aktives Lernen fördert und Lehrkräften sowie Schüler:innen Spaß macht?
- Welche Skills lassen sich mit welchem Material bearbeiten?
- Welche konkreten Methoden bieten sich an, um eine freudvolle Lese-, Schreib- oder Hörverstehensstunde zu gestalten?
- Wie kann parallel Wortschatzarbeit gelingen?
- Was macht gelungene Lernaufgaben aus?
- Worauf kommt es an, wenn Schüler:innen Selbstwirksamkeit im Rahmen von größer angelegten Projekten erleben sollen?
Thematisch werden wir uns am Semesterthema im 2. Halbjahr der Abiturstufe abarbeiten („Nationale und kulturelle Identität – Nations between tradition and change“). Parallel zum Seminar unterrichte ich genau dieses Thema an einem Gymnasium in Prenzlauer Berg in zwei Leistungskursen, sodass Seminarergebnisse von Schüler:innen praktisch erprobt und gefeedbackt werden können. |