Die Sprache der Jugend ist ein seit Jahrhunderten kontrovers diskutiertes Thema, das oftmals Anlass zu massiver Sprachkritik, besonders von Seiten der Erwachsenen gibt. Dabei ist das Phänomen Jugendsprache aus linguistischer Sicht natürlich keine schlechtere Sprache. Diese pauschale Einordnung verbietet sich schon alleine deswegen, weil Jugendsprache nur schwer zu fassen bzw. gar nicht als homogene sprachliche Varietät zu verstehen ist. Vielmehr handelt es sich dabei um eine „juventulektale Spielart“, die sich durch ihre soziale Gruppenspezifik, situationale Gebundenheit und die damit verbundene starke Variation und ständige Erneuerung auszeichnet.
Im einführenden Teil des Seminars werden wir uns zunächst den soziolinguistischen Rahmen erarbeiten, in den das Phänomen Jugendsprache eingebettet ist. Außerdem soll der Versuch unternommen werden, eine differenzierte Definition von Jugendsprache, gerade auch unter Berücksichtigung ihrer historischen Entwicklung vorzunehmen. Des Weiteren werden sprachliche Merkmale von Jugendsprache diskutiert und Methoden der Jugendsprachforschung eingeführt.
Der Hauptteil des Seminars wird Gelegenheit bieten eigene Forschung an kleinen, selbst gesammelten Datenkorpora durchzuführen und mit den Seminarteilnehmer/innen zu diskutieren.
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