Dieses Seminar beschäftigt sich mit sprachlichem Kontakt in mehrsprachigen Gesellschaften und den damit verbundenen Sprachideologien. Im Zentrum steht die Frage, wie Sprachen und Varietäten im Kontakt wahrgenommen, bewertet und hierarchisiert werden und welche gesellschaftlichen Folgen diese Bewertungen haben. Wir diskutieren u. a. Konzepte wie monolingualen Habitus, Standardsprachideologien, Prestige und Stigmatisierung sowie Ideologien von „Sprachreinheit“ und „Sprachmischung“. Anhand empirischer Beispiele analysieren wir, wie Sprachkontakt sprachliche Praktiken beeinflusst und wie gesellschaftliche Normen und Machtverhältnisse in Sprache eingeschrieben sind. Die Studierenden lernen dabei, sprachideologische Muster systematisch zu identifizieren und kritisch zu reflektieren. Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen der Sprachkontaktforschung mit empirischer Analyse und richtet sich an Studierende, die Sprache als soziale und politische Praxis verstehen möchten. Die Bereitschaft zur Arbeit mit englischsprachiger Forschungsliteratur wird vorausgesetzt.
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