| Kommentar |
Die Diskussion um die Deutung der letzten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung hat sich zuletzt wieder intensiviert und ist öffentlichkeitswirksam (u.a. in der FAZ) geführt worden. Dabei scheinen die Fronten verhärtet – die einen erkennen dank der KMU eine empirisch eindeutig belegbare Säkularisierung, die ultimativ das Ende der Kirchen mit sich bringt. Die anderen kritisieren das methodische Vorgehen der Untersuchung, weil es den Blick für fluide, traditionsdistanzierte Formen der Religion verstelle, an die kirchliches Handeln anschlussfähig sein könne. Unter dem Thema: Von der KMU zur Religionstheorie wollen wir im Oberseminar die einschlägigen Positionen kennenlernen, die unterschiedlichen Aspekte kritisch diskutieren und religionstheoretisch fundieren. Ziel ist eine produktive Auseinandersetzung mit der Frage: „Wie religionsfähig ist die Kirche?“. |