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Krisen der Männlichkeit. Hürden und Chancen für eine geschlechtergerechte Gesellschaft. - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Projekttutorium Veranstaltungsnummer 530556
Semester WiSe 2022/23 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link https://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=114557
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Nachfrist    17.10.2022 - 20.10.2022   
Zentrale Frist    01.07.2022 - 12.10.2022   
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mi. 16:00 bis 18:00 wöch Institutsgebäude - 002 Universitätsstraße 3b (UNI 3) - (Unterrichtsraum)   findet statt     30
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Löffler, Clemens verantwortlich
Martinez Gimeno, Claudia
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Sozialwissenschaften Monobachelor ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Sozialwissenschaften Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Sozialwissenschaften Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Programmstudium-o.Abschl.  Sozialwissenschaften Programm ( POVersion: 1999 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften
Inhalt
Kommentar

In diesem Projekttutorium wollen wir versuchen, Männlichkeit als soziales Konstrukt und als Kernbestandteil patriarchaler Verhältnisse wissenschaftlich und interdisziplinär zu verstehen. Dabei werden wir uns zuerst mit Definitionen von Männlichkeit beschäftigen und diese anschließend aus mehreren Perspektiven beleuchten. In jeweils einzelnen Sitzungen soll es um die Reproduktion von Männlichkeit in bestimmten Bereichen gehen: Gesundheit, Gewalt, Sexualität, Emotionen, soziale Beziehungen und Sorgearbeit. Fokus sollen dabei Dysfunktionalitäten und Krisen der modernen hegemonialen Männlichkeit sein. Darauf aufbauend wollen wir diese hegemoniale Männlichkeit in Frage stellen, indem wir die Variabilität innerhalb von Männlichkeitskonstruktionen diskutieren: Schwarze und queere Männlichkeit sowie historische und kulturelle Unterschiede zwischen Männlichkeitskonstruktionen werden uns in den folgenden Sitzungen beschäftigen. Zum Schluss werden wir konservative wie auch feministische Reaktionen auf die Krise der Männlichkeit diskutieren. Die finale Frage des Tutoriums soll sein, ob es eine feministische Männlichkeit geben kann, und wenn ja, wie diese aussehen kann.

 

Projekttutorien sind studentisch organisierte Lehrveranstaltungen, die in der Regel im überfachlichen Wahlpflichtbereich angerechnet werden können. Es sind natürlich alle Menschen unabhängig von Geschlecht oder Studienfachrichtung herzlich willkommen teilzunehmen. Das Seminar soll soweit möglich in Präsenz stattfinden, wir bitten um das Tragen eine Maske, um das Infektionsrisiko in Präsenz gering zu halten. Wir bemühen uns zudem eine dauerhafte Möglichkeit der hybriden Teilnahme zu schaffen.

 

Teilnahmeleistungen für 5 LP:

  • Teilnahme an den Sitzungen (1 LP)
  • Vor- und Nachbereitung (1 LP)
  • Expert*innengruppen (2-4 Personen) in zwei Sitzungen (2 LP)
  • Wöchentliche Diskussion der Lektüre in Lesegruppen (2-4 Personen) und Verfassen von vier Diskussionsprotokollen (1 LP)

 

Fragen und Anmerkungen gerne an: clemens.loeffler@hu-berlin.de und gimenocl@hu-berlin.de

Literatur

Boise, Sam de; Hearn, Jeff (2017): Are men getting more emotional? Critical sociological perspectives on men, masculinities and emotions. In The Sociological Review 65 (4), pp. 779–796. DOI: 10.1177/0038026116686500.

Connell, R. W. (1987): Gender and power. Society, the Person and Sexual Politics: Polity Press.

Connell, R.W. (1995). Masculinities (2nd ed.). Routledge. https://doi.org/10.4324/9781003116479

Ferber, Abby L. (2007): The Construction of Black Masculinity. White Supremacy Now and Then. In Journal of Sport and Social Issues 31 (1), pp. 11–24.

Ging, Debbie (2019): Alphas, Betas, and Incels: Theorizing the Masculinities of the Manosphere. In Men and Masculinities 22 (4), pp. 638–657. DOI: 10.1177/1097184X17706401.

Harrington, Carol (2021): What is “Toxic Masculinity” and Why Does it Matter? In Men and Masculinities 24 (2), pp. 345–352. DOI: 10.1177/1097184X20943254.

Hearn (1998) The violence of Men (Ausschnitte, S. 14-40)

Holmgren, Linn Egeberg; Hearn, Jeff (2009): Framing ‘men in feminism’: theoretical locations, local contexts and practical passings in men's genderconscious positionings on gender equality and feminism. In Journal of Gender Studies 18 (4), pp. 403–418. DOI: 10.1080/09589230903260076.

Hunter et al (2017) Hegemonic masculitnity versus a caring masculinity: Implications for understandind primary caregiving fahters

Kahn, Jack S.; Goddard, Lynsey; Coy, Jamie M. (2013): Gay men and drag: Dialogical resistance to hegemonic masculinity. In Culture & Psychology 19 (1), pp. 139– 162. DOI: 10.1177/1354067X12464984.

Klinger (2013) Krise war immer... Lebenssorge und geschlechtliche Arbeitsteilung in sozialphilososchischer und kapitalismuskritischer Perspektive

Pleasants, Robert K. (2011): Men Learning Feminism: Protecting Privileges Through Discourses of Resistance. In Men and Masculinities 14 (2), pp. 230–250. DOI: 10.1177/1097184X11407048.

Ralph-Morrow, E. (2022). The Right Men: How Masculinity Explains the Radical Right Gender Gap. Political Studies, 70(1), 26–44. https://doi.org/10.1177/0032321720936049

Scholz, Sally J. (2008): Political solidarity. University Park Pa.: Pennsylvania State University Press.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 5 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2022/23 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin