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Decolonizing Progress? - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Projekttutorium Veranstaltungsnummer 532899
Semester WiSe 2022/23 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 10:00 bis 12:00 wöch 18.10.2022 bis 14.02.2023  Institutsgebäude - 0.02 Sophienstraße 22-22a (SO 22) - (Unterrichtsraum)   findet statt     15
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Müller, Xenia verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Bachelor of Science  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

In Zeiten prekärer Zukunftsbilder und kritischer Vergangenheitsaufarbeitung nimmt die »notorisch umstrittene« Fortschrittsidee eine ambivalente Stellung ein (Rahel Jaeggi). Einerseits aus postkolonialer Perspektive als eurozentrische Legitimationsgrundlage des Kolonialismus problematisiert und abgelehnt, finden sich der ideologische Nachhall von Ideen europäischer Überlegenheit und ökonomische Fortschrittsversprechen weiterhin in politischer Kommunikation und kapitalistischen Globalisierungsrhetoriken wieder. Das Projekttutorium beschäftigt sich aus postkolonialer Perspektive mit der Idee des Fortschritts und stellt diese in einen Dialog mit der Kritik am Fortschrittsnarrativ durch die Kritische Theorie der Frankfurter Schule. Beide Theorieströmungen, so lautet die Arbeitshypothese des Tutoriums, verhandeln das Fortschrittsnarrativ im dialektischen Spannungsfeld der völligen Ablehnung und des Versuchs einer strategischen Umkodierung, die den Fortschrittsbegriff als zukunftsgerichteten politischen Imperativ (Amy Allen) oder als Utopie (Theodor W. Adorno) zu retten versucht. In kritischerer Reflexion der kolonialen Hypothek und des universalistischen Impetus der Ideale der Europäischen Aufklärung steht die Politikwissenschaftlerin Nikita Dhawan für deren Repositionierung im Dekolonisierungsprozess; für den Versuch, das »Haus des Herren mit seinem eigenen Werkzeug zu demontieren« (Dhawan). Diese Perspektiven sollen im Projekttutorium mit dem Ziel erschlossen werden, die seltsam hartnäckige, anachronistische Zukunftsmusik des Fortschrittsnarrativs kritisch zu beleuchten.

Bemerkung

Das Projekttutorium lädt herzlich interessierte BA-Studierende aller Studienfächer ein und richtet sich insbesondere an Personen mit Vorwissen zu Kritischer und Postkolonialer Theorie und dem Fortschrittsbegriff.

Prüfung

Hausarbeit bei Claudia Bruns

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 4 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2022/23 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin